Die Route 66…

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Nach zwei Wochen – die Mitte der langen Route 66 ist erreicht!

 

Seit 11.6. sind wir nun unterwegs… zu Beginn waren 5 Tage in Los Angeles, etwas hektisch, viele Staus auf den diversen Autobahnen der Stadt, viel Bekanntes von früher wiedergesehen, wie z.B. die Universal Studios, und Venice Beach.  Konzentriert haben wir uns jedoch auf Santa Monica, da dort bekanntlich die Route 66 endet – für uns war es der Beginn!

Einen kleinen, ungeplanten Abstecher vor dem Start auf der Route machten wir nach Palm Springs wo wir heiße 2 Tage bei 45 bis 46 Grad C im Hard Rock Hotel verbrachten und das Honeymoon Hideaway von Elvis Presley und seiner Priscilla besuchten.

Am 18.6. ging´s los – nordostwärts heißt ja unsere Richtung… unser Vorhaben ist die Route 66 so oft es möglich ist OHNE Autobahn zu fahren, manchmal etwas schwierig zu finden, da dies Straße ja im amerikanischen Straßensystem nicht mehr existiert. Ab jetzt wussten wir auch nicht wo wir am Ende des Tages landen, sprich schlafen werden….

Der erste Tag führte uns bis Ludlow, CA – schon in der Mojave Wüste gelegen… gleich am nächsten Morgen ging´s weiter zum berühmten Bagdad Cafe und nach Amboy zu Roy´s Cafe  … beides für dem 66-Touristen künstlich am Leben gehalten, beides Orte die sonst ausgestorben sind. Weiter über Needles – und schon waren wir in Arizona… von diesem Bundesstaat ging die Revitalisierung der Route 66 aus, genauer gesagt vom  kleinen Ort Seligman und dessen Barbier Angel Delgadillo.  Wie fast jeder Ort an der alten Route in Arizona ist das Städtchen sehr touristisch, fast kitschig… doch man schaut, genießt – und muss manchmal lächeln, alles in allem sehr rührig gemacht, was den Kitsch vergessen lässt!

Weitere Stopps waren in Oatman, wo einem die Esel auf der Straße im Weg stehen und Kingsman, wo wir im Ramblin Rose Motel übernachteten… dort wurde vormittags das Museum besucht bevor es ins nette Hackberry, einer alten Minensiedlung weiter ging. Peach Springs, das Hualapai-Center und Seligman wurden besichtigt. Geschlafen haben wir in einem urigen, alten „Country Shack“ welches ein Nebengebäude eines Motels war.

Am 21.6. fuhren wir fast 70 Meter in die Tiefe um zu wandern – in den riesigen Grand Canyon Caverns, ein großartiges Erlebnis… dort könnte man auch übernachten! Weiter ging´s Richtung Flagstaff zur nächsten Übernachtung. Was wir zunächst gar nicht bemerkten – wir bewegten uns seit langem in der Höhe zwischen 1.500 und 2.000 Metern…

In Flagstaff wurde am Vormittag das Museum of Northern Arizona, das Pioneer Museum und der Walnut Canyon  besucht, in letzterem gab´s einen langen Fußmarsch bei mehr als 40 Grad – und das in ca. 2000 m Höhe! Danach ging´s weiter nach Winona, es heißt ja im berühmten 66 Song „don´t forget Winona“… doch das wurde offensichtlich nur wegen des Reims erwähnt – sonst gibt es dort absolut nichts! Kurz später gibt´s aber ein tolles Erlebnis, den Meteor Crater… ein überwältigender Anblick, dort wurden die Astronauten der NASA für den Mond geschult. Die Nacht verbrachten wir in Winslow, AZ… um am nächsten Vormittag das historische, luxuriöse La Posada Hotel zu besichtigen!

Weiter ging es mit den nächsten neuen Erfahrungen über die Natives in Amerika, die einzigen echten Amerikaner in diesem schönen Land… der Homolovi State Park wurde besucht. Weiter ging´s über Joseph City, Holbrook mit seinem berühmten Wig Wam Motel zum Petrified Forest National Park und Painted Desert – überwältigend schön, eindrucksvoll, ehrfurchterregend, fast atemberaubend… danach wieder – on the road über Chambers, Sanders, Lupton wo die Grenze zu New Mexico ist, bis Lupton im Apache-Gebiet wo das nächste Motel gefunden wurde.

Am 24.6. ging es weiter über Gallup mit seinem historischen El Rancho Hotel, dem Hotel der Stars, über Thoreau nach Grants. Dort besuchten wir das Mining Museum, denn diese Stadt war berühmt berüchtigt durch den jahrzentelangen Uranabbau der zahlreichen Einheimischen, vor allem Natives das Leben kostete, meist durch Lungenkrebs.
Danach wurden Lavafelder des Malpais (=schlechtes Land) passiert, über San Fidel ging es nach Acoma, zu den Laguna Pueblo – leider ohne Besichtigung wegen eines indianischen Feiertages, wir wurden vom dortigen (natürlich indianischen) Sheriff freundlich aber bestimmt aufgefordert das Gebiet zu verlassen. So fuhren wir eben weiter nach Los Lunas – nicht uninteressant ist, dass dort Bo Diddley in den 70er Jahren Hilfssheriff war! Im benachbarten Albuquerque mussten wir leider lange sehr nach einem Motel suchen, etwas außerhalb waren wir dann erfolgreich.

FORTSETZUNG folgt…. wir müssen wieder auf die Straße! 🙂

 

 

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